Bagger fahren – ein Kindheitstraum geht in Erfüllung

So schön kann bauen sein – herrliches Wetter, einen geliehenen Bagger und den ganzen Tag Zeit. Wir haben uns entschlossen, die Wege, einen Rohrgraben und den Bach zum und vom Teich weg selbst zu graben und uns dafür einen Minibagger geliehen. Also das schwierigste an der ganzen Sache war, das Gerät zu uns zu bekommen. Ich dachte ganz blauäugig, dass ich das Ding einfach mit unserem Audi nach Hause ziehe – aber reicht die zulässige Anhängerlast aus? Immerhin wiegt der Bagger 1,1t und der hänger hat auch noch Gewicht. Es ist gerade so (mit ein bisschen gutem Willen) gepasst, das fahren war überhaupt kein Problem. Das abenteuerlichste kam gleich am Anfang, nämlich aus dem Hänger mit dem Bagger rauszufahren – über 2 Holzdielen. Wie immer ist es dann schon dunkel, wenn man solche Aktionen macht, weil man die Mietzeit ja ausnützen will. Hab den Trick, mich mit der Baggerschaufel abzustützen erst am ncähsten Tag rausbekommen, aber es ist gottseidank alles gutgegangen. Aber es gab da so einen Moment, als der Bagger von der Ladefläche auf die schräg angestellten Dielen gekippt ist – da ist das Adrenalin ganz schön gesprudelt.
Der Rest war eigentlich ein reines Vergnügen, meine Frau hat auch ordentlich gebaggert.

Der größte Spass ist dabei natürlich, sich vorzustellen, wie lange das ganze gedauert hätte, von Hand auszugraben. Ganz wunderbar so eine Maschine. Am nächsten Tag ist die Solaranlage gekommen, hier ein Bild während der Montage. Jetzt produzieren wir unseren eigenen Strom und wenn wir nichts verbrauchen, wird eingespeist. Da wir aber unser Büro im Haus haben, verbrauchen wir an sonnigen Tagen keinen Netzstrom mehr. Das ist ein tolles Gefühl.

Unser Haus, aktueller Stand

So, es ist höchste Zeit, mal wieder etwas über unser Haus zu erzählen.

Bis auf die Fussleisten haben wir innen alles fertig. Jetzt kommen die Möbel dran, aber da lassen wir uns Zeit, denn mir macht es Spass, die Möbel selbst zu entwerfen und, wo  möglich, auch selber anzufertigen.

Eine Lampe ist so schon entstanden, siehe das untenstehende Foto.

Die Grundlage waren 2 Porzellanlämpchen, die ursprünglich in einem Bad neben dem Spiegel hingen. Ich fand die Dinger zu schön zum wegwerfen und habe sie in einer Lampe zusammengefasst.

Die Form der Lampe ist dem Symbol für das 6. Chakra, auch 3.Auge genannt, nachempfunden, und da sie in dem Meditationszimmer hängt, ist das ja ganz passend. Die gewölbten, vergoldeten Teile der Lampe verteilen das Licht schön im Raum und die Vergoldung gibt dem Licht eine unvergleichlich weiche Farbe. Ich hoffe, das ganze Haus wird mit solchen Unikaten, die eine schöne Geschichte erzählen, ausgestattet sein, aber das wird seine Zeit brauchen.

Den Sommer, so man ihn so nennen kann, haben wir natürlich versucht, möglichst viel in unserem Garten zu machen. Der Bagger war nochmal da und hat unsere Hänge terrassiert,

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einen Teich angelegt

und noch einige Erde fortgeschafft.

Wir haben Wege angelegt,

einen Carport gebaut

und einen Balkon angebaut. Der ist aber noch nicht ganz fertig.

Alles haben wir nicht selber gemacht, der Spengler war da und hat die Attiken unserer Terrassen abgedeckt. Ein tolles Gefühl, wenn man gar nichts macht, und abends ist trotzdem alles fertig. So sieht es jetzt aus

Dann haben wir einen blower-door test machen lassen, und wir sind nach Behebung kleinerer Undichtigkeiten nun bei 0,6l/h, das ist im Passivhausbereich. Da sind wir natürlich stolz, denn es zeigt, dass wir gute Arbeit gemacht haben.

Jetzt gehe ich ins Bett, weil morgen gebaggert wird. Wir haben einen Minibagger geliehen, mit dem wir die restlichen Wege. Bachlauf, Teichüberlauf und einen Rohrgraben ziehen werden.

Diese Woche kommt auch noch die Solaranlage, die Fotos poste ich sobald wie möglich.

Einweihungspuja Strohballenhaus Fürstengrund

Gestern abend haben wir unser neues Domizil eingeweiht. Br. Shubamrita, ein Schüler von Amma, hat für uns eine Einweihungszeremonie, eine Puja, durchgeführt, um das Haus zu segnen. Ca. 40 Leute haben sich dazu bei uns im Wohnzimmer versammelt. Von da aus hat man einen sehr schönen Blick über die Felder, Hügel und Wälder des Odenwalds und da die Fenster nach Westen gehen, sassen wir alle im zauberhaften, goldenen Schein der Abendsonne.

Zuerst hat Shubamrita in Stille meditiert und die Zeremonie durchgeführt. Dann haben wir zusammen gesungen, sehr kraftvoll und schön. Danach haben wir das geweihte Wasser im ganzen  Haus verteilt und dann gabe es noch etwas zu essen. Morgens hatten wir unseren Herd eingeweiht, der zwar schon eine geraume Zeit einsatzbereit war, aber eben bis zu diesem Termin warten musste, weil die erste Herdbenutzung den EInzug der Bewohner markiert. Das erste Gericht, das wir gekocht haben, gemeinsam mit unseren untermietern, war das Prasad, also die Gabe, die jeder nach der Puja empfängt. Das sind kleine, sehr leckere Bällchen, die aus Ghee, Zucker und Weizenmehl hergestellt werden.

Ich bin sehr dankbar für diesen wunderschönen Abend und hoffe, dass in unserem Haus noch sehr oft Menschen zum gemeinsamen Singen und meditieren zusammenkommen.

Hallo liebe Leserinnen und Leser,

wir freuen uns sehr, Ihnen unseren neuen Blog vorstellen zu dürfen und möchten Sie damit noch aktueller über unsere Arbeit informieren. Ihre Beiträge, Diskussionen und Fragen sind herzlich willkommen und wir freuen uns über einen spannenden Austausch.

Unser aktuelles Projekt: Strohballen-Wohnhaus in Bad König/Fürstengrund

Mitten im Odenwald in idyllischer Lage entsteht das erste Wohnhaus mit Strohballen in Hessen. Insgesamt 750 Strohballen aus Weizenstroh wurden – frisch gepresst vom Acker – in die Holzkonstruktion bzw.das Dach eingebaut und komprimiert. Strohballen sind aus ökologischer und energetischer Sicht ein idealer Dämmstoff: die 36cm dicke Strohballenwand mit einem Kalkputz auf der Aussenseite und Lehmputz auf der Innenseite erreicht einen Dämmwert U=0,13 /m²K. Kostengünstig und unter fachgerechter Anleitung auch sehr gut zum Selbstbau geeignet sind Strohballen ein nachhaltiger Baustoff der Zukunft. Auch unter baubiologischen Gesichtspunkten bietet die Strohballenbauweise viele Pluspunkte: das Raumklima ist durch den diffusionsoffenen Wandaufbau gesundheitsfördernd, Schadstoffe in der Raumluft sind nicht vorhanden. Auch die Energiebilanz ist unübertroffen: die Herstellung von Mineralwolledämmung verbraucht im Vergleich zur Herstellung von Strohballen 150 mal mehr Energie! Und das bei gleicher Dämmleistung. Wir halten Sie weiter auf dem laufenden, eine Besichtigung des Gebäudes ist nach Absprache mit uns möglich.

Einige Impressionen vom Bauablauf: